1. Was für eine Welt: So langsam ist es einfacher zu zählen, wo es auf der Welt keinen Krieg gibt: nirgendwo, wenn man sich die politischen Regionen der Welt anschaut und von Ost-Asien und Süd-Ost-Asien, Australien und Neuseeland absieht (und wenn man den Krieg zwischen Thailand und Kambodscha nicht mehr zählt)
Die Aufräumarbeiten making America nicht nur great sondern greater again, die mit der Umbenennung des Golfes von Mexico in Golf von Amerika ihren scheinbar harmlosen Anfang genommen hatten, nehmen ihren Lauf. Nach Südamerika mit Venezuela, als nächste angekündigt sind Kuba und Grönland, ist nun mit dem Iran der Mittlerer Osten dran. Nein, das stimmt ja gar nicht, weil der Krieg, mit dem Palästina dem Erdboden gleichgemacht worden ist, mit dem der Libanon vom Einfluss der Hisbollah, weil auch iranischer Arm im Libanon, bereinigt worden war und dem Krieg im August gegen den Iran, ging es ja auch schon da gegen den Iran. Also muß man sagen wieder dran, oder anders formuliert, eigentlich ist die ganze Welt ist dran. Und zwar dauernd. Und worum geht es jetzt in dem neuen – und in dem alten – Krieg gegen den Iran?
2.Es gäbe diese Welt, in der man die Kriege nicht mehr zählen kann, nicht, gäbe es nicht rund um die Welt so viele Leute, die diese oder jene Kriegsziele kritisieren, Krieg aber goutieren, wenn er nur die Richtigen trifft. So wie viele Gegner des islamischen-politischen Systems im Iran, das mit seinen Staatsbürgern so brachial umgeht, wie es alle Staaten tun, wenn sie dessen Machtmonopol attackieren. Deswegen mit dem Krieg gegen den Iran die Hoffnung zu verbinden, er könne womöglich deren politischen Führer auf dieselbe Weise massakrieren, wie diese es mit ihren unbotmäßigen Untertanen machen und ‚ bomb Iran‘ oder so zu proklamieren, zeugt davon, wieviel Erfolg staatliche Überzeugungsarbeit geleistet hat, dass der Irrsinn, dass Bürger die staatliche Existenz von Menschen so sehr mit ihrer Existenz überhaupt identifizieren, dass das Töten von Leuten im Dienst für ihre politische Gewalt als Mittel zur Sicherung der Existenz von Bürgern angesehen wird, nicht mehr bemerkt wird. [1]Solche fanatisierten Staatsanhänger können kriegsführende Staaten bestens gebrauchen, damit sie neben ihrer propagandistischen Hilfsfunktion für die Kriegshetze gegen andere verfeindete Staaten sich die weiteren Kommandos für alle möglichen weiteren Dienste bei den Herrschaften abholen können, denen sie sich mit solchen nationalistischen Phantasien verpflichten – falls sie ihre mit nationalistischen Rachegelüsten angereicherten Kriegsdienste überlebt haben. Und wenn sie dann Pech haben, und sich die staatlichen Definitionen von Freund und Feind ändern, werden sie auch schon mal selber Opfer ihrer eigenen angebeteten Dienstherren. Die Kurden haben mehrfach vorgeführt bekommen wie das geht.
3. Wer diesen Krieg nicht mag, aber trotzdem immerhin seine Abneigung gegen die islamische Staatsratio des Irans mit diesem Krieg bedient sehen möchte (wie übrigens viele Iraner selbst – siehe die Demo in München) und mit ihm auf eine anderen Staatsratio setzt, der sollte sich diesen Irrtum besser abschminken und sich vielleicht auch hier mal ansehen, wie die Kurden für ihre Dienste für die USA belohnt worden sind. Um einen Angriff auf die islamische Staatsratio des Iran geht es dabei null, wie man schon wieder daran sehen kann, dass die Übernahme Syriens durch die bis dahin von den USA bekämpften Islamisten, zur einer für die USA aussichtsreichen Zusammenarbeit geführt hat. Ganz zu schweigen von all den islamischen Staaten, mit denen die USA bestens zusammenarbeiten.
4. USA
– Auch wenn das in den Medien so vorgestellt wird und von den beteiligten politischen Parteien so im Vordergrund ihrer diplomatischen Verhandlungen diskutiert worden ist: Es geht nicht mal darum, zu verhindern, dass der Iran Atomwaffen hat. Da gibt es andere Staaten, die haben Atomwaffen oder haben sie entwickelt, bei denen das die USA überhaupt nicht stört. Es geht also um viel mehr als Waffen und diese Verhandlungen über Atomwaffen, waren wohl eher der Dreh, den Iran und den Rest der Welt glauben zu machen, da gäbe es etwas zu verhandeln, sodass man den, wie man nun erfahren darf, monatelang vorbereiteten Krieg mit einem prima Überraschungseffekt starten kann. Die öffentliche westliche Meinungswelt fällt im unverbesserlichen Glauben an den guten Westen, der immer nach friedlichen Lösungen mit dem bösen Iran sucht, drauf rein und fragt sich, warum mitten während Verhandlungen ein Krieg angefangen wird, anstatt mit Verhandlungen zu versuchen, was mit Verhandlungen genauso wie in Venezuela nicht geht, das Abtreten staatlicher Souveränität an einen anderen Staat, also seine staatliche Selbstaufgabe.
-Verstehen kann man diesen Krieg besser, wenn man ihn als Fortgang dessen sieht, was mit Venezuela, wie oben gesagt genau genommen mit der Umbenennung des Golfes von Mexiko in Golf von Amerika, angefangen hat, dann nach Grönland führte, zwischendurch bei Kuba gelandet ist und nun wieder im Nahen Osten fortgeführt wird und was in Sachen Krieg mit dem Krieg in Palästina seinen Anfang genommen hatte und mit diesem Krieg seine kriegerische Vorgehensweise mit dem mittelalterlich anmutendem gezielten Töten von Menschen, sogenannte Zivilisten eingeschlossen, vorgeführt hat. Und wenn man dann versteht, warum es so ist, dass Venezuela plötzlich von den USA als Staat betrachtet wird, mit dem die USA jetzt ein prima Verhältnis haben, kommt man der Frage nach dem warum – auch – dieses nächsten Krieges gegen den Iran schon näher. Was hat Venezuela gemacht? Venezuela hat seine staatliche Souveränität in eine Sorte formeller Souveränität verwandelt, indem es sich seine Staatsratio von den USA diktieren lässt und zu der von den USA diktierten Staatsratio gehört zuoberst den Zugriff der konkurrierenden Weltmächte Russland und China auf Venezuela aus seinem Staatsprogramm rauszustreichen. Deswegen interessiert auch das schöne Öl nur insofern, dass es nicht nach Russland oder China geht und das dortige ökonomische Wachstum schmiert. Der Rest interessiert die USA nicht weiter, da können sie auch mit ihrem Boliviarismus weitermachen wie bisher. Diese Umwandlung Venezuelas in einen den Interessen der USA für seine Neusortierung der Welt gehorchenden Staat ist nun eingerichtet und geht seinen Gang mit dem schrittweisen Rausdrängen aller politischen, ökonomischen und militärischen Interessen Russlands und Chinas aus Venezuela und über Venezuela hinaus aus Latein Amerika insgesamt. Mal sehen was dort als nächstes dran ist. Klar, Kuba und mit Kuba sicherlich die Welt der Karibik.
-Wenn man also auch den Krieg gegen den Iran als Aktivität begreift, die Welt neu im Sinne der Zurückdrängung der Weltmachtambitionen Russlands und Chinas und, was in Europa gerne verharmlost wird, auch Europas zu sehen, versteht man auch den Krieg gegen den Iran besser. Make Amerika greater again eben. Und wenn man den Spruch der USA, nicht mehr Weltpolizist sein zu wollen auch mal wieder ganz europäisch nicht missversteht, die USA wollten sich aus Teilen der Welt zurückziehen, dann wird klar worum es im Krieg gegen den Iran geht. Das glatte Gegenteil, als was in Europa gerne interpretiert wird. Nicht mehr Weltpolizist zu sein heißt US-amerikanisch, nicht mehr der Dienstleister anderer Staaten zu sein, als den die USA sich aus der heutigen Sicht ihre Geschichte als Weltmachtpololist rückwärts definieren, sondern – was sie natürlich schon immer gemacht haben – nichts als die Interessen der USA bedienen und sonst gar nichts und die sind jetzt die, das Weltmachtmonopol gegen andere Weltmachtambitionäre zu verteidigen, also gegen Russland, China und, wieder nicht zu vergessen, die EU. Diese wertegeleitete EU hat übrigens als Antwort darauf mal eben schnell an allen Gerichtsverfahren vorbei das Mercosur Abkommen in Kraft gesetzt hat. Wie Trump, der in Zeiten des Gerangels um Weltmachtfragen auch diese lästige Gewaltenteilung nicht mag, bei dem das dann aber ganz im Unterschied zur EU von den Europäern selber wieder als Schritt in den Autokratismus gebrandmarkt wird.
– Und wie man neben dem was sie in Venezuela praktisch machen auch den von den USA veröffentlichten Statements über ihre weltpolitischen Pläne, inklusive der Vorstellung der Strategien diese umzusetzen, entnehmen kann, geht es den USA darum, für die Rückeroberung ihres angegriffenen Weltmachtmonopols in allen Regionen der Welt alle Erfolge der konkurrierenden Weltmächte Russland und China in allen diesen Regionen rückgängig zu machen. Warum daher den USA der vom Iran in diesen Scheinverhandlungen zugestandene Verzicht auf Atomwaffen nicht reicht und worum es geht wird dann ersichtlich: um das Zurückdrehen des Iran von einer den USA nicht wie Israel gehörigen Regionalmacht im mittleren Osten, die nicht nach der Pfeife der USA tanzt und der seine politischen Freunde in Russland und China hat, zu einer regionalen Mittelmacht unter der regionalen Kontrolle Israels und damit der USA; also nach Syrien damit um die weitere Rückgängigmachung der militärisch konkurrierenden Weltmachtambitionen Russlands im nahen und mittleren Osten, das gerade seine militärischen Potenziale im Krieg in der Ukraine bindet und verschleißt, und um das Abwürgen der geschäftlichen Quellen der ökonomischen Ausbeutung der Welt für das Wachsen der ökonomischen Weltmacht China, das eine gewaltigen Teil seines Öls aus dem Iran erhält wie bis dato aus Venezuela und um Zurückweisung der Europäer, in dieser Region ihre eigenen, von den USA unabhängigen Netzwerke aufzubauen.
5. Iran
Der moderne Iran ist eine Kreatur des erfolgreichen Kampfes eines Staates für eine von den USA unabhängige Souveränität. Es waren die antikapitalistischen Gruppen im Iran, die mit diesem Kampf gegen seine Unterordnung unter die USA zusammen mit den islamischen Gruppen diese Herrschaft der USA über den Iran gemeinsam beendet hatten, bis die religiösen Gruppen nach dem Rausschmiss der USA die Oberhand im Iran gegen die antiimperialistischen Kräfte gewonnen hatten und die seitdem das Land regieren. Und es waren diese religiösen Herrscher, die für das Gerangel zwischen den Fraktionen der Muslime, den Schiiten und den Sunniten, den Iran zu einer regionalen Macht im Gerangel kapitalistischer Staaten um die regionale Vorherrschaft ausgebaut und in dieses Gerangel hineindirigiert haben. Und es war dieser religiös aufgeladene Konflikt um die regionale Herrschaft von kapitalistischen Staaten, der Israel und den Iran in diese Feindschaft religiös fanatisierter Staatsmachtkonkurrenz darüber getrieben hat, wer in dieser Region über die anderen Staaten die Oberhoheit hat. Mit solchen Staaten, mit ihrem beiderseitigen „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ angereicherten Nationalismus, lassen sich Kriege mit der bestmöglichen Brutalität führen, auch die, die sie im Auftrag der USA führen. Die ganze Verteufelung des iranischen Staates als „Mullah Regime“ mittels der von diesem Staat gekillten aufständischen Bürger, sind die übliche Heuchelei von Kriegspropaganda. Was im Falle Palästinas abgenickt worden ist, wird hier zur Rechtfertigung der Korrektur dieser 50 Jahre zurückliegenden Niederlage der USA im ideologischen Dienst ihres aktuellen Aufräumprogramms zur Wiederherstellung ihres alten Weltmachtmonopols gegen ihre Weltmachtherausforderer Russland, China und Europa der Menschheit serviert. Dafür, für die Wiederherstellung ihres alten Weltmachtmonopols in dieser Region werden die Iraner von den USA zum Aufstand für die USA gebombt, einen den USA hörigen, durchaus auch einen Mullah Staat zu erkämpfen, Hauptsache er steht unter dem Kommando der USA wie seinerzeit – auch dies makes Amerika greater again
6. Russland
Auch wenn Russland mit dem Iran nach Syrien droht, dass der nächste Staat in der Region verloren gehen könnte, wenn es den USA gelingt, sich den Iran ähnlich wie Venezuela zu seinem Vasallen zu machen, Russland kritisiert den Krieg mit Ermahnungen über das Völkerrecht, wissend das die USA das sowieso nicht interessiert, um so den Staaten der Welt seiner verbleibenden weltpolitischen Allianzen wenigstens zu signalisieren, dass sie sich gewiss sein können, dass Russland das Vorgehen der USA nicht teilt, es sich aber andererseits mit den USA nicht verderben möchte, weil es die USA für seinen Kampf für die Erzwingung der Anerkennung als Weltmacht durch die USA und Europa mittels seines Krieges in Europa nun braucht.
7. China
An China kann man studieren, was der Haken daran ist, als kapitalistischer Staat den politischen Zugriff auf die Welt der Staaten für den Ausbau zu einer Weltmacht rein ökonomisch zu betreiben und den militärischen Zugriff auf die anderen Souveräne meint aufschieben zu können, Imperialismus soft mit Seidenstraßen rund um die Welt ganz im Sinne des alten Slogans von DengXiao Ping ‚Hide your strenth, bide your time‘. Das geht solange gut, wie die konkurrierenden Weltmächte das durchgehen lassen, wie in Afrika und Latein Amerika, weil sie ihren militärischen Zugriff auf Weltteile, die von China für seine ökonomische Ausbeutung der Welt hergerichtet werden, nicht infrage gestellt sehen – bis zu dem Zeitpunkt, an dem die USA bemerkt haben, dass China sein Wachsen zu einer ökonomischen Weltmacht nutzt, um nicht nur die ökonomischen Quellen der Weltmacht USA zu unterwandern, sondern diese ökonomische Macht auch nutzt, um sich auch militärisch zu einer Weltmacht weiterzuentwickeln. Da mußte dann China umsteuern und seinen ökonomischen Zugriff auf die Staatenwelt so ergänzen, dass es sich dazu ausrüstet, diesen um einem militärischen Zugriff ergänzen zu können, um im unvermeidlichen Streitfall mit anderen Weltmächten, die ihrerseits die Staatenwelt als Quelle des Wachstums ihres nationalen Reichtums sehen, darüber, wer denn nun diesen Reichtum für das Wachstum seines Reichtums ausbeuten darf, das bereit zu haben, was jeder kapitalistische Staat sich als seine Grundausstattung zulegt. Das geht zwischen Gewaltmonopolisten nicht ohne Gewalt, auch wenn und dafür, dass dieser Streit ökonomisch ausgetragen wird. Ohne die Drohung mit Gewalt geht da gar nichts. Und weil China im Iran soweit noch nicht ist, wie die USA mit ihren unzähligen militärischen Stützpunkten, macht es China ähnlich wie Russland und protestiert ganz heftig.
8. Europa
Dumm gelaufen: Im Zuge der Neuordnung der Welt hatte Europa sich gerade in Sachen Naher Osten ein bisschen von der USA/Israel Connection distanziert, um sich eine von den USA mehr unabhängige Position in der Region aufzubauen, das hat der Krieg gegen den Iran den Europäern nun vermasselt und die Europäer haben nun das Dilemma, dass der Krieg gegen den Iran eine Parteinahme zwischen Freund und Feind verlangt und da sie sich nicht einfach wie bisher auf die Seite der USA schlagen möchten, weil die sich nicht mehr für die Interessen Europas benutzen lassen wollen, löst Europa das Problem so, dass es in seiner Positionierung sich so ein bisschen auf die komische Weise auf die Seite der USA stellt, indem es den Iran dafür kritisiert, dass er diesen Krieg nicht einfach über sich ergehen lässt, und stattdessen einfach macht, was man als Kriegspartei eben macht und mit Gegenattacken auf den Angreifer diesen von weiteren Attacken versucht abzuhalten. Mit dieser halben Parteinahme für und der halben Distanzierung von den USA versucht Europa sich wenigstens die Option zu erhalten, mit der arabischen Welt und umzu nach dem Krieg wieder zu versuchen, seine eigenen, von den USA unabhängigen Connections aufzubauen. Mal sehen ob sie nicht vielleicht noch umsteuern und in der Unterstützung des Krieges der USA die bessere Option sehen, um in der Region was zu sagen zu haben. Staaten der dritten Kategorie mögen ja diese Strategie mit den Optionen unterschiedlicher Weltmächte zu händeln.
9. Die arabischen Staaten drum herum sind das wozu sie sich, auf die Unterstützung der USA für ihre regionalen Ambitionen spekulierend, von den USA haben machen lassen, ziemlich konzessionierte Souveräne, über deren Politik die USA nach Maßgabe ihrer weltpolitischen Projekte bestimmen. Aktuell geht das so, dass die USA, abgesehen von Saudi Arabien, die voll dahinter stehen, deren Einwände dagegen den Krieg der USA gegen ihre Nachbarn Iran von ihren Staaten aus zu führen, locker ignorieren, so als wären diese Souveräne einfach sowas wie US-amerikanische Flugzeugträger, bloße Abschussrampen für den Krieg der USA. (Im Falle Omans darf dieser Souverän das Spielchen von Verhandlungen mimen.) Für alle mit dem Effekt, dass diese Staaten zu Mitmachern von Kriegen gezwungen werden, der nicht nur nicht der ihrige ist, sondern den sie nicht wollten, aber vielleicht sagen sie auch das nur, um den umgebenden Staaten zu signalisieren, dass der Krieg gegen den Iran nicht ihre Sache ist und um der Welt zeigen, was sie sind: Konzessionierte Souveräne der USA.
10. Israel: So ist das, wenn man als Antwort auf erfahrene staatliche Gewalt die Idee verfolgt, das Beste sich gegen solche Gewalt zu schützen wäre, selber so einen Staat in der Staatenwelt zu plazieren. Also wird alles Erfahrene nicht negiert, sondern kopiert und zur Perfektion gebracht, was diese politischen Konstruktionen staatlicher Gesellschaften so auszeichnet, allen voran diesen mit allen Sorten von Gewaltmitteln ausgestatteten Gewaltmonoplisten, vor allem militärische Machtmittel. Je mehr Gewaltmittel desto besser. Die Daten für den Militärdienst in Israel sagen alles, auch über die Lebensschwerpunkte israelischer Staatsbürger. Dass die Etablierung eines solchen auf Gewalt ausgerichteten politischen Gebildes nur mit exzessiver Gewalt durchzusetzen geht und nicht ohne die Anerkennung der existierenden Staaten zu kriegen ist, die in der Staatenwelt über das Wohl und Wehe dieser politischen Subjekte entscheiden, liegt auf der Hand. So hat sich der Staat Israel vor allem in die Obhut des Weltmachtmonopolisten USA begeben und zahlt die Rechnung für seine Anerkennung mit den politischen Diensten, die die USA von ihm haben wollen, wegen derer sie die Gründung dieses Staates befördert haben. Und diese Dienste bestehen darin als lokale Ordnungsmacht für die USA in dieser Weltgegend mit viel natürlichen Ressourcen für die Ordnung in der regionalen Staatenwelt zu sorgen, die Ordnung, die USA dort haben wollen. Dafür darf dann dieser Staat Israel staatliche Träume, die diesen politischen Subjekten so zu eigen sind, sprich ihre immerzu zu kleine Herrschaft zu vergrößern, wahr machen, aber auch dies nur in dem Rahmen, der dem staatlichen Dienstherrn passt. So die jüngste Zurechtweisung Israels, als es seinen Krieg gegen die Palästinenser einfach nicht wie von den USA für ihren Friedensplan vorgesehen so beenden wollte, wie es die USA vorgesehen hatten, weil sie ihre Vision der Vergrößerung ihrer Staatsmacht näherkommen sahen. Da wurden sie mal kurz abgewatscht. Jetzt dürfen sie wieder gegen den Iran ran mit ihren speziellen Kriegstechniken, insbesondere dem Killen des politischen Personals der angegriffenen Staaten, und ergänzen so ihre ca. 75 jährige Geschichte, in der sich dieses Land vor allem als Kriegsmaschinerie im Dauerkriegszustand mit kurzen Unterbrechungen für die Vorbereitungen des nächsten Krieges betätigen darf, nun mit dem nächsten Krieg gegen den Iran und dürfen so ihre Vision von Großisrael wieder ein bisschen weiterverfolgen, bis die USA ihnen sagen, wann wieder Schluß damit ist und sich dann wie immer zwischen diesen Kriegen auf das nächste Go zum nächsten Krieg vorbereiten.
11. Der Rest der Welt protestiert hier und da und schaut zu.
[1] Auf dieser Grundlage der Logik kriegstüchtigen Denkens wird dann aus dem Krieg von Staaten die kriegsgierige Bedienung des rachelüsterne Massakrierens von politischen Führern wie denen im Iran – so wie im Beitrag in Overton vom 28.2.26 „Bomb,bomb,bomb,bomb Iran“.
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