- Worum es geht
Ein Minister wird entlassen, weil er durch den in Deutschland verbotenen Kauf eines Kindes in den USA seine Glaubwürdigkeit als Politiker beschädigt hat. Staatspolitisch korrekt formuliert muss man sagen, nicht den Kauf eines Kindes, sondern den Kauf der Gebärfähigkeit einer Frau, einer Leihmutterschaft. Und dieser Unterschied zwischen dem staatspolitisch korrekt definierten Verkauf Kauf von Leistungen und dem Verkauf von Menschen erklärt sehr erhellend , wie in Bürgergesellschaften Menschen staatspolitisch definiert werden, nicht nur theoretisch, sondern ganz praktisch mit der ganzen Definitionsgewalt eines staatlichen Gewaltmonopols. Und mit diesen Definitionen klärt sich auch auf was die definitorischen Leistungen einer Leihmutterschaft sind und was dann die Gründe sind, diese in manchen Ländern wie in Deutschland zu verbieten.
2. Die politische Konstruktion einer “Leihmutterschaft”
Leihmütter werden Frauen genannt die etwas wie alle Leute verkaufen, die an Geld kommen müssen und sonst nichts zu verkaufen haben. Dank der Fähigkeit Kinder zu gebären, verkaufen diese Frauen diese ihre Fähigkeit Kinder zu erzeugen und mit diesem Verkauf ihrer Fähigkeit die von ihnen erzeugten Kinder. Mittels dieser Definition als verkaufter bzw gekaufter Leistung ist das zum Verkauf ausgetragene Kind definiert als das Produkt dieser Leistung, das damit schon während seiner Erzeugung als Kind des Käufer definiert. Diese Kinder darf man dank dieser politischen/juristischen Definitionen namens Leihmutterschaft, damit definiert als Produkt bezahlter Leistung, nicht als gekaufte Kinder bezeichnen. Das ist die Denke von Sklaverei und daher in machen Bürgergesellschaften wie Deutschland verboten. Ob und für wen die Definitionen von Leihmutterschaft besser sind als der sklavenmäßige Menschenhandel mag jeder selber entscheiden. Aber diese politischen Definitionsleistungen einer Leihmutterschaft gelten ja nicht nur für Leihmütter, sondern für alles was Menschen in Bürgergesellschaften machen, sprich machen dürfen. Alles ist definiert als Veräußerung oder Aneignung von allem und jedem durch Kaufen und Verkaufen. Nichts geht ohne dass man was zu verkaufen hat, um an Geld zu kommen, um damit zu kaufen. Kaufen was man haben möchte, ist der einzig erlaubte Weg um zu bekommen, was man zum Leben braucht oder haben möchte. Was man in demokratischen Bürgergesellschaften nicht kaufen darf, ist einen Bürger, also auch keine Leihmutter, aber eine Leihmutterschaft. So, mit diesem Begriffsungeheuer einer gegen Geld zeitlich begrenzten, also geliehenen Gebärkompetenz definiert die Politik das Kaufen eines Kindes als den zeitlich begrenzten Kauf der Gebärfähigkeit von Frauen und damit als Verkauf des Produktes dieser Fähigkeit an den Käufer dieser Fähigkeit, damit als das Nicht-Kaufen der Frauen und das Nicht-Kaufen des Kindes. Kaufen von Menschen, Menschenhandel ist in solchen Gesellschaften verboten, dort sind die Menschen freie Bürger. Geboten ist das Verkaufen bzw. Kaufen von menschlichen Leistungen, ohne das geht nichts in diesen Gesellschaften.
Um mal kurz zu skizzieren was in diesen politischen Defintionsakten, die allen genauso selbstverständlich geworden sind, wie dass nichts ohne Kaufen geht, um mal zu skizzieren was in diesen politischen Definitionsakten so alles an Eingriffen in das Leben von Bürgern in diesen Definitionen drinsteckt, mal eine kleine Denkübung: Wie wäre es mit dieser – fiktiven – Lösung, und damit auch aller politischen Bedenken gegenüber Leihmutterschaft: einfach ein Start-up namens kidfactory gründen. Ein ganz normales Unternehmen wie jedes andere. Dort erhalten beschäftigten Frauen die üblichen Arbeitsverträge, ihre Arbeit besteht mit technischer und medizinischer Supervision im Produzieren von Kindern. Die Kinder, die Produkte ihrer Arbeitsleistung gehören wie üblich dem Unternehmen und das Unternehmen kidfactory verkauft seine Produkte auf dem Markt. Alles genauso wie in jedem Unternehmen. Bleibt das Problem mit dem Verkauf der Kinder.
Warum das daher aus politischer Sicht so nicht so richtig geht und dann als Leihmutterschaft definiert und in Ländern wie Deutschland verboten wird , das klärt auch darüber auf, was da eigentlich genau das Problem der Politik mit dem Verbot in Sachen Leihmutterschaft ist – und das ist ziemlich lehrreich nicht nur was Leihmutterschaft ist sondern darüber hinaus, was hier im ganz normalen Leben aller Bürger nicht nur nicht verboten, sondern alltäglichster Alltag für jedermann ist – und was dann doch die politischen Bedenken bei einer Leihmutterschaft sind.
3. Kaufen als Definition sozialer Beziehungen
Zunächst zum Kaufen: Kaufen ist alles in Bürgergesellschaften, ohne Kaufen geht nix. Auch wenn das Kaufen von Kindern ja so eine Art zivilisierter Menschenhandel ist, also verboten ist, das Kaufen von sozialen Beziehungen wie z.B. von Sex, einer Freundschaft, einer Beratung durch einen Psychologen, das Kaufen von Wissen, alle als Leistungen definierte menschliche Tätigkeiten, das ist Gang und Gäbe in Bürgergesellschaften – und kann sicher auch nicht das Problem der Politik mit Leihmutterschaft sein, das sie als diese Leihmutterschaft definiert und dann jedenfalls in Deutschland nicht zuläßt. Kaufen ist ansonsten der politisch einzige erlaubte Weg um an alles ranzukommen. Dass Kaufen erstens bedeutet, dass man nur an alles kommt, wenn man kaufen kann, selbst wenn es sich dabei um existenziell notwendige Lebensnotwendigkeiten handelt, so wie Nahrungsmittel oder Medizin, also Dinge die, wenn man sie nicht kaufen kann, Kaufen damit also existenzgefährdend sein kann, das ist das normalste in dieser Welt und daher der Akt des Kaufens sicher auch nicht das Problem der Politik bei einer Leihmutterschaft . Im Gegenteil, auch das Aneignen von Essen oder Medizin ohne Kaufen ist verboten, ist definiert als Diebstahl, als unerlaubte Aneignung von Eigentum, und wird bei „kleinen Leuten“ demonstrativ hart bestraft, während sich Operationen Cum Ex oder so genannt politisch offensichtlich gar nicht so einfach als verbotene geschäftliche Aktionen definieren lassen.
Dass dann das Kaufen von sozialen Beziehungen und über Kaufakte alle sozialen Beziehungen zu regeln, dass dieser Akt des Kaufens die Leute dadurch in lauter soziale Gegensätze bringt, ist sicher auch nicht das Problem, im Gegenteil, das treibt die Leute erst so richtig zum Kaufen an, auch zum Kaufen von guten Beziehungen. Kaufen ist der vorgeschriebene Weg für fast alle sozialen Akte, um an alles und jedes ranzukommen. In Gesellschaften, in denen alles über den Kauf von allem und jedem geregelt werden muss, wird selbst die gezielte Vermeidung des Kaufens, um deren implizierte Feindseligkeiten zu vermeiden, der Versuch etwa, soziale Beziehungen ohne Geld zu pflegen, oder ein Geschenk, irgendeine Gefälligkeit, auch dieser Nicht-Kauf von sozialen Beziehungen wirft unweigerlich die Frage auf, was mit so einem Geschenk dank der in allen Beziehungen eingenisteten Verkaufslogik , durch die der Käufer bzw Verkäufer dadurch immer als Gegenseite ausgemacht wird, was das beschenkte Subjekt jetzt dafür wohl als Gegenleistung erwartet. Diese alltägliche Vergiftung von sozialen Beziehungen in lauter soziale Gegensätze in einer Gesellschaft in der alles über den Kauf/Verkauf geregelt wird, auch diese Gegensätze infiltriert die politische Definition von Leihmutterschaft als Akt des Kaufens in das Verhältnis von Mutter und Kind und in das Verhältnis zwischen der Mutter und den Käufer ihrer Gebärfähigkeiten, ein Verhältnis, das sich ohne diese politischen Definitionen ziemlich einfach regeln ließe. Aber diese sozialen Gegensätze beim Kaufen und Verkaufen sind auch nicht das Problem der Politik mit Leihmutterschaft, denn diese Gegensätze definiert dieselbe Politik in den Lebensalltag aller Menschen tagtäglich hinein. Das ist der gewollte politische Ansporn für jedermann im alltäglichen Kampf jeder gegen jeden sich dieses Gerangel erfolgreich zu eigen zu machen.
4. Die ganz alltägliche politische Definition des Verkaufs von Arbeitsleistung
So wie alles über Kaufen geregelt wird, auch die Definitionen des Verkaufs von menschliche Tätigkeiten, die als käufliche menschliche Leistungen politisch definiert werden, sind Alltag in Bürgergesellschaften. Was da an Leihmutterschaft mit den politisch/juristischen Definitionen der Frau zu einer Art Gebärinstrument ein bisschen anrüchig erscheinen mag und auch ist, weil die in diesem Fall definierte Trennung von Arbeitsleistung und Mensch als politisches Konstrukt in seinen Absichten der Instrumentalisierung einer Frau gegen Geld so unverkennbar ist, diese Definiererei von menschlichen Tätigkeiten zu von diesen Menschen getrennten käuflichen Instrumenten ist aber auch nicht das, was die Bedenken der Politik begründet. Diese Definition von Leistungen getrennt vom Menschen ist das alltägliche juristische Vehikel zur Benutzung von Menschen für die Bedienung der Interessen anderer Menschen gegen Bezahlung und der mit diesen Definitionen begründeten Aneignung des Produktes solcher bezahlten Leistungen, ganz alltäglich definiert und exekutiert an den dank dieser Definitionen Arbeiter genannten Menschen. Dies ist bei als einer verkäuflichen Sache definierter menschlicher Arbeit das Lebensprinzip der allermeisten Menschen in Bürgergesellschaften, die mit diesen politischen Definitionen zum Verkauf ihrer Arbeit und einer Arbeit für deren Käufer ganz alltäglich leben müssen.
Auch wenn sich das ganz normal anhört und praktisch auch so ist: die in diesen Gesellschaften durchgesetzte Gleichsetzung von Arbeit mit bezahlter Arbeit, die in diesen Gesellschaften tatsächlich als völlig normal gilt, sollte mit der dadurch durchgesetzten Verwandlung von Arbeit in ein käufliches Ding, eine Art verkäufliche Sache, bloß weil das völlig normal ist, nicht darüber hinwegtäuschen, was menschliche Arbeit ist und was da mit der Definition als bezahlter Arbeit ver- bzw. gekauft und dann mittels dieser Definitionen vom Käufer dieser Leistungen angeeignet wird. Dass das Kaufen – ja sicher nicht von Menschen, die sind ja freie Bürger – aber von dem was nur Menschen tun und tun können, von menschlicher Arbeit, also das Kaufen der Leistung von für die Herstellung von für alle Lebenszwecke nützlichen Dinge und Leistungen, angefangen von Lebensmitteln bis hin zur Kreation und Vermittlung von Wissen, dass dieses Verkaufen menschlicher Arbeit damit die Enteignung dieses Menschen von dem ist, was seine Reproduktion als Mensch ausmacht und damit die Enteignung von dem ist, was man zum Leben existentiell braucht, also die Aneignung von nicht mehr und nicht weniger als einer Tätigkeit dank derer Menschen leben und mit der Menschen die Menschheit reproduzieren, das sollte angesichts dessen, dass Arbeit in kapitalistischen Gesellschaften wie selbstverständlich mit käuflicher Arbeit gleichgesetzt ist, nicht darüber hinwegtäuschen, was da eigentlich eine ganze Gesellschaft tagtäglich mit diesem als Verkauf definierten Akt übergibt, also sich enteignet und was das bedeutet. Denn immerhin ist menschliche Arbeit nicht weniger als die Inkorporierung aller zivilisatorischen Fähigkeiten, sprich das versammelte Wissen und Können, das eine Gesellschaft hervorbringt. Vom Straßenfeger, über den Arzt bis zum Wissenschaftler, alle leisten was sie tun als bezahlte Arbeit. Diese ureigensten menschlichen Fähigkeiten, die Herstellung all der nützlichen Dinge für die Verwirklichung aller menschlichen Zwecke, die es gar nicht so wie in dem als Kauf definierten Akt getrennt vom Menschen gibt, nicht mehr und nicht weniger als diese ureigensten menschlichen Fähigkeiten mittels dieser Definition von Arbeit als Ware übergibt diese Gesellschaft mit ihrem Verkauf von Arbeit in die Hand einer speziellen Gattung von Mensch, die auch nur diese Gesellschaft kennt, Geschäftsleute genannt.
Und es sind dann diese Geschäftsleute, die sich diesen nützlichen Reichtum dank dieser von der Politik dieser Gesellschaften als verkaufte Arbeitsleistung definierten Arbeit völlig legitim aneignen. Und es sind diese Käufer der als bloßer Arbeitskraft definierten Arbeit, ganz so als würde nicht der Arbeiter sondern nur seine Arbeit zur Arbeit gehen, die sich die Produkte von diesem ganz und gar nicht bloßen Arbeitsvermögen, sondern die sich die von mit allen menschlichen Kompetenzen ausgestatteter Arbeit von Menschen hergestellten Reichtum von für das Leben nützlichen Dingen nicht nur aneignen. Diese Aneigner der Produkte von gekaufter Arbeit benutzen dann gar nicht diese ihnen gehörenden Produkte, wofür sie durch all die kompetente Arbeit nützlich gemacht worden sind. Diese Käufer und Aneigner des nützlichen Reichtums, sammeln diesen nützlichen Reichtum, als was ganz anderes, nämlich als eine Sorte Reichtum, die diese Produkte menschlicher Arbeit und das was sie auszeichnet nur interessieren, wenn und weil diese Produkte dieser Arbeit für sie alle dasselbe sind, Träger von Geld und als solches Mittel der Vermehrung ihres Geld-Reichtums. Und: Vom Standpunkt der Sammler des Geldreichtums, also des Standpunkts dieser Käufer der Arbeitskraft, ist der Konsum der nützlichen Eigenschaften der von der Arbeit geschaffenen Produkte die unproduktive Vernichtung von Geldreichtum. Und dieses Interesse der Vermehrung von Arbeitsreichtum als Geldreichtum, mit dieser Gleichsetzung von allem nützlichen Reichtum als Geldreichtum und damit seinem Standpunkt, dass der Konsum des ganzen produziertem nützlichen Reichtum für den Konsum der Bürger die Vernichtung von Geldreichtum ist, dieses Interesse an Geldreichtum gegen den Konsum des nützlichen Reichtums, diesen verrückten Anti-Konsumzweck der Reichtumsproduktion drückt die politische Gewalt dieser Bürgergesellschaften mit ihren Definitionen von Arbeit allen Bürgern diese Sorte Arbeit für den unnützen Geldreichtum auf, und macht damit mit der Definition von Arbeit als verkäufliche Ware, die Definition von Reichtum, in dem der Konsum der nützlichen Dinge Vernichtung von Reichtum ist, diese Definition von Reichtum zum obersten Ziel der damit aus nichts als aus Arbeit bestehenden Lebensweise dieser Gesellschaften, deswegen Kapitalismus genannt.
Und dass diese Bürger, die ihren Lebtag arbeiten an die von ihnen produzierten und von ihnen an die Käufer ihrer Arbeit übereigneten nützlichen Produkte ihrer Arbeit, die sie zum Leben benötigen, nur dann wieder dran kommen, wenn sie das Geld haben sie zu kaufen und dies auch nur dann, wenn die Eigentümer dieser Produkte mit dem Verkaufen ein Geschäft machen, dieses ziemlich seltsame Prinzip des Wirtschaftens sollte man auch mal anmerken.
Denn das hat z.B. die Konsequenz, dass die Teile der Menschheit, die sich für die Käufer von Arbeit nicht rechnen, dass diese Geschäftsleute und mit ihnen die Politik, die diese Sorte Gesellschaft und ihre komische Ratio kommandiert, solche unnützen Leute auch im Angesicht der Berge von Geldreichtum völlig ungerührt dahinvegetieren lassen. Dass dann deswegen Leute, die nicht an solche Sorten von Gelderwerb durch den Verkauf ihrer normalen Arbeit als Dienst an dieser Sorte Reichtumsvermehrung kommen, dass solche Leute auf die Idee kommen müssen, andere Einkommensquellen zum Gelderwerb zu erschließen, liegt auf der Hand. Dass dann bei einer Leihmutterschaft Menschen damit versuchen an Geld ohne die übliche Arbeit ranzukommen und ganz besondere Fähigkeiten wie das Gebären von Kindern als Leistung anbieten, das ist auch nichts Ungewöhnliches in den Lebensgewohnheiten solcher Gesellschaften – und ist bestimmt nicht das Problem dass Politik mit Leihmutterschaft hat und debattiert. Die ganze Bürgergesellschaft wird für nichts anderes politisch organisiert, als für dieses Anhäufen von völlig unnützlichem Geldreichtum mittels menschlicher Arbeit, gesammelt von und für die weltweiten Geldwettrennen zwischen den Musks und Co. Und dass dabei so mancher Normalo ohne alles dasteht und nach neuen Wegen an Geld zu kommen sucht, wie seine Gebärfähigkeit zu Geld zu machen, das ist das letzte Problem, das Politik damit hat. Im Gegenteil, dann müssten sie gleich den ganzen Kapitalismus verbieten.
5. Der Verkauf von Gebärfähigkeit und die Zumutungen der politisch/juristische Konstruktion einer Leihmutterschaft für Mutter, Eltern und Kind
Bei Leihmutterschaft geht diese Indienstnahme von Menschen, die dank der politischen Definitionen als Leihmutterschaft als bloße Indienstnahme von Tätigkeiten definiert ist, ganz so wie bei jeder normalen Arbeitsleistung als gäbe es diese Arbeitsleistung wie eine Sache ohne den Mensch. Diese Definition der Indienstnahme einer Frau als einer bloßen Tätigkeit bei einer damit als Leihmutterschaft definiertem bloßem Dienst, der sich damit von Sklaven dadurch unterscheidet, dass was anderes als ihre Not an Geld kommen zu müssen, es niemanden gibt der diese Frauen persönlich zwingt, Kinder zu gebären, diesen Anwendung der ganz alltäglichen Definition von verkäuflicher Leistung macht aus Frauen mit dieser Konstruktion einer gegen Geld geliehenen Mutterschaft, aus diese Mutterschaft eine von ihnen getrennte, verkäufliche Sache, genauso wie das bei normalen Leuten mit dem alltäglichen Verkauf ihrer Arbeit der Fall ist.
Was sich bei „Leihmüttern“ vom normalen Verkauf von Arbeit unterscheidet ist was sie verkaufen und das Produkt, das sie mit ihrem Körper – in der Sprache dieser Definitionen – produzieren und verkaufen: Junge Menschen werden hier – in der Sprache von Leistungen formuliert – erzeugt/produziert und verkauft. Aus Sicht der Gesellschaft, die alle sozialen Beziehungen übers Kaufen und Verkaufen vollzieht, ist dieser Handel mit Kindern so wie jede soziale Beziehung als Akt des Erwerbs der Verfügungsgewalt von Menschen über das von anderen Menschen mit ihrer gekauften Leistung produzierte Produkt konstruiert, sprich gar nicht als Verkauf von Kindern, sondern hier bei der Leihmutterschaft als Kauf bzw, Verkauf der Gebärfähigkeit der Leihmutter. Alles ganz sauber als Geschäftstätigkeit freier Bürger definiert. Und damit in dieser Gesellschaft von freien Subjekten politisch auch diese Instrumentalisierung einer Frau als Verkauf einer Leistung definiert, ist diese Angelegenheit ein vollkommen normaler Vertragsakt über den Verkauf von sachlichen Dingen. Alles wird da wie üblich bei der Übertragung der Verfügungsgewalt über andere Menschen als Verfügung über die Leistung ihres von ihnen gekauften Eigentums und die Nutzung dieser gekauften Leistung durch den Käufer vertraglich geregelt.
Da auch das alles als ganz normal gilt, man muß schon mal darauf hinweisen: Was an diesen politischen Definitionsleistungen zunächst mal bemerkenswert ist, ist in welche intimen Angelegenheiten ganz freier Bürger Politiker sich in diese freien Gesellschaften so alles mit ihren Definitionen einmischen. Und auch das muß hier gesagt sein: es sind nur diese staatlichen Einmischungen und ihre Definitionen, die aus dem Akt ein Kind für jemand anderes als die Mutter zu gebären und es dann an andere Leute zu übergeben, die aus diesem Akt eine besondere Form der Brutalität der im Verkauf von Arbeit und der Enteignung von ihrem Produkt üblichen Instrumentalisierung durch Dritte durch diesen als Leihmutterschaft definierten Austauschakt zu einer Form der Selbstinstrumentalisierung umdefinieren und damit alle Aspekte, die bei verkaufter Arbeit Alltag für die meisten Menschen sind, eskalieren, aber damit den Skandal der Normalität dieser erzwungenen Selbstinstrumentalisierung aufzeigen. Und was hier dann skandalöser ist, auch das möge jeder selber entscheiden
Was in der alltäglichen Arbeit für Geld dem arbeitenden Subjekt mit der eingeforderten engagierten Aufbringung aller physischen und geistigen Kräfte für die Erstellung eines Arbeitsproduktes, das für den arbeitenden Mensch die Vergegenständlichung seiner Kompetenzen für die geschäftlichen Zwecke anderer ist, für die dieses Engagement aus der Sicht ihrer Käufer mit jeder anderen engagierten Arbeit völlig austauschbar ist, solange es sich in Geld auszahlt, was diese Ausnutzung von Lebenskraft in der spezifischen Arbeit einer Leihmutterschaft erfährt, ist ihre tatsächlich nicht mehr zu überbietende Klimax einer an sich selbst exekutierten Brutalität der Definition einer Frau zu einer Art Gebärmaschine .
Die physische und emotionale Symbiose von Mutter und Kind in der Erzeugung eines Menschen im Prozess der Reproduktion von menschlichem Leben, diese im wahrsten Sinne existentielle Symbiose von Mutter und Kind im Akt der Erzeugung des Kindes als einen Produktionsprozess für den Verkauf einer zu gebärender Ware namens Kind zu definieren; dann das im Mutterleib heranwachsende Kind als zum Verkauf anstehendes Produkt in der Leihmutterschaft, das Gebären des Kindes als Akt der politisch/juristisch definierten fortschreitenden Trennung von Mutter und Kind für den Verkauf des Kindes an den Käufer zu definieren, diesen Akt der fortschreitenden Zerstörung der existentiellen Symbiose von Mutter und Kind, diese allseits gewollte Brutalität zunächst für die gebärende Mutter, dann für die Käufer und schließlich für das Kind, das ist an Brutalität nicht mehr zu überbieten. Und nicht zuletzt das Lebensrisiko, die dieses Geschäft für die Mutter ist – ein Geschäft, das sie mit dem Risiko eingeht, dafür mit Leben ihrem Leben zu bezahlen – hier beim Opfern seines Lebens darf man umgangssprachlich korrekt wieder von bezahlen sprechen, obwohl hier nichts gekauft wird.
Aber, um das klarzustellen, auch dieses Lebensrisiko ist sicher nicht das, was die Bedenken der Politik hervorruft. Im Gegenteil, mit dem Leben bezahlen kann als Ehre gelten und ist genau deswegen eine sehr gängige Redeweise. Denn, man muß es daher hier in Erinnerung rufen, es gibt es da ja noch die Aneignung der Verfügungsgewalt über Menschen nicht durch den Kauf der Arbeit von Geschäftsleuten, sondern durch das schiere Kommando seitens der Politik selbst. Für diese vom Staat per Gewalt angeeignete Dienstleistung erhalten die Dienstleister nicht nur überhaupt keinen Gegenwert, sondern diese per politischer Gewalt abgeforderte Dienstleistung durch denjenigen, der sich damit die Verfügung über als freie Bürger definierte Menschen per Gewalt zuspricht, in dieser Dienstleitung verlangt die Politik nicht weniger als die Opferung des Menschenlebens seiner freien Bürger selbst – als Dienst für ihre Freiheit. Das sind Soldaten und auch bei dieser völligen kostenlosen Aneignung von menschlicher Leistung als das Opfern seines Lebens für seinen Staat gibt es nicht das geringste politische Bedenken, im Gegenteil, das Sterben von Menschen für einen Staat verschafft dem Toten staatliche Denkmäler.
Aber was ist dann für die Politik das Problem beim Kauf von Kindern über diese Leihmütter, weswegen in Deutschland die Politik diesen Verkauf verbietet? Was es, wie gesagt, sicher für die Politik nicht ist, ist die besondere Brutalität, die der Akt des Kaufens einer Frau als Gebärmaschine, die Selbstinstrumentalisierung ihres Körpers als Gebärmaschine für den Erwerb von Einkommen aus dem Verkauf eines Kindes für alle Beteiligten angefangen von der Leihmutter, über die das Kind kaufenden Eltern bis hin zum Kind selbst, also alles was überhaupt erst durch den Eingriff und die Anwendung seine üblichen politischen und rechtlichen Definitionen aus dieser wie aus jeder sozialen Angelegenheit gemacht wird. Und das ist, dass Politik in dieser Angelegenheit, von ihr definiert als Leihmutterschaft, was Politik selber erst daraus macht, Dinge, die man jenseits dieser politischen Definitionen unter den Beteiligten ziemlich einfach regeln könnte, werden zu Problemen für die Beteiligten, also für die zur Leihmutter definierten Frau, für das als Produkt einer bezahlten Leistung definierte Kind, für die Eltern eines als Ware definierten Kindes und die Politik selbst, alles Probleme, die die Politik mit ihren Definitionen überhaupt erst daraus macht.
- Leihmutter: Kein Mensch würde aus freien Stücken seinen Körper zu einer Art Gebärmaschine machen, wäre nicht der Verkauf von physischen und geistigen menschlichen Leistungen der einzige politisch erlaubte Weg an das Geld zu kommen, ohne das kein Leben möglich ist. Was Frauen veranlasst, diesen Weg des Gelderwerbs unter Einsatz nicht nur irgendwelcher physischen oder geistigen Kompetenzen, sondern ihres kompletten Körpers, sprich ihres Lebensrisikos, zu gehen, ist ebenso unschwer zu erraten wie was der Verkauf ihrer Gebärkompetenz für sie physisch und psychisch bedeutet, wenn sie an sich selber das Gebären eines Kindes als das Produzieren eines vorab verkauften Produkts definieren und diese Definitionen an sich exekutieren. Ganz zu Schweigen von der Übergabe des von ihnen gezeugten Menschen an einen Käufer und damit der als Übertragung als einer Art Eigentümerschaft über das Kind definierten Aushändigung des Arbeitsprodukts and die Käufer ihrer Leistung, und damit der Ausschluss der Betroffenheit der Mutter von allem was das von ihr erzeugte Kind betrifft. Und damit ganz zu schweigen von dem, was auch das wiederum von der Leihmutter psychisch abverlangt. Mehr entfremdete Arbeit geht nicht und dabei ist es nun wirklich die dümmste Frage, die man aufwerfen kann, wieviel Geld sie für diesen Akt ihrer Selbstinstrumentalisierung erhält.
- Den Käufern des Gebärmaschinenproduktes, den Eltern, drückt die politische Definition als ein Kaufakt das auf, was jedem Kaufakt zu eigen ist, die Definition ihres Verhältnisses zur Frau, die ihr Kind gebärt, eben daher als „Leihmutter“ bezeichnet, als Ausnutzung der Not einer anderen Person für ihre persönlichen Zwecke. Die Folgen dieser Definition für das Verhältnis zwischen den Käufern des Kindes und seiner leiblichen Mutter als Verkäuferin ihre Kindes und damit des Ausschlusses der Mutter von allen Angelegenheiten ihres Kindes, das nicht ihr Kind ist, bei gleichzeitiger physischen Mutterschaft des Kindes, kann man sich unschwer ausmalen. Und die Folgen für das Verhältnis zum Kind als das sich selbst und dem Kind gegenüber dauernd zu erbringende Dementi, das Kind sei gekauft, liegen auch auf der Hand.
- Das Kind durch die politische Definition einer Leihmutterschaft definiert als gekaufte Ware darf sich an der Frage abarbeiten, was diese Definition der Mutter bedeutet, dass sie es als ihr Nicht-Kind erzeugt hat, weil es an dem Kind nur als Quelle zum Erwerb von Geld interessiert war, also das Verhältnis zum Kind per politischer Definition als Leihmutter als das einer austauschbaren Ware definiert ist und diese Definition der daher als Leihmutter definierten Mutter, so definiert von niemand anderem, als demjenigen, der in Bürgergesellschaft allem und jedem die in diesen Gesellschaften die einzig gültige Definition verpasst.
Alles, von oben bis unten Probleme also, die es ohne die staatlichen Definitionen nicht geben bräuchte.
6. Die Bedenken der Politik
Also bleibt die Frage nach den Bedenken der Politik und den Gründen für das Verbot von Leihmutterschaft – deren Antwort aber implizit hier und da schon ein Stück beantwortet ist.
In der Sprache der Politik, die ja alles was sie macht immer als Dienst am Bürger darstellt, formuliert Politik ihr Bedenken als die „Sorge um das Kindeswohl“. Was also ist aus dieser Sicht die Sorge um das Kindeswohl, was ist das Bedenken an Leihmutterschaft für das Kindeswohl?
Es passt nicht in die mit dem Menschenbild eines Kindes und die mit einer Familie verbundenen Vorstellungen dessen, was aus staatlicher Sicht ein Kind und eine Familie ist, Keimzelle des Staates genannt. Und das Bedenken besteht genau darin, ob Eltern von Kindern die – dank der politischen Definitionen – Kinder von zu Gebärmaschinen gemachten Müttern sind, an solchen so definierten Kindern zuverlässig die soziale Mission von Eltern erfüllen können, wegen all der anstehenden Zumutungen für seine Integration in diese Sorte Gesellschaft mit einem Leben von und für bezahlte Arbeit sorgen zu können. Diese Mission, so das Bedenken, schafft womöglich nur wahre Elternliebe. Denn wie der Vergleich von alltäglicher Arbeit und Leihmutterschaft zeigt, sind es diese Herausforderungen der sozialen Mission einer Elternschaft, Kinder zu freien Bürgern zu machen, also zu Menschen, die sich alle Zumutungen eines Lebens, das durch ein Leben für und von dem Verkauf von Arbeit bestimmt ist, sich als heranwachsende freie Bürger zur freiwillig gewollten Lebensperspektive machen müssen. Und dieses den Eltern von Kindern aus einer Leihmutterschaft zuzutrauen, die zusätzlich die oben Zumutungen der ihnen von der Politik aufgedrückten politischen Definitionen einer Leihmutterschaft verdauen müssen, das sind die Zweifel, die die Politik in Deutschland zum Verbot einer Leihmutterschaft veranlassen. Ein Elternleben für mein Kind – kann das gut gehen, wenn dieses mein Kind den Eltern und ihrem Erziehungsauftrag so äußerlich ist wie bei einer käuflichen Ware? Es ist das beim Kauf von Waren sehr gleichgültige Verhältnis des Käufers zu der Natur der Ware, hier eines Kindes, das erst die Politik dieser Sache aufdrückt und das die Politik dann zweifeln lässt, ob dieses Verhältnis zu einem Kind als irgendwie letztlich doch gekaufte Ware, den das Leben von normalen Eltern verpflichteten Aufgaben von Eltern als Erzieher der Kinder zu Staatsbürgern und damit der gegenüber der Kindererziehung erforderlicher Lebensgestaltung einer Familie genügt. Es ist der Zweifel, ob das äußerliche Verhältnis eines Warenbesitzers zu einem zu einem Staatsbürger zu erziehenden Kind und alles was dazugehört, also alles was die Politik mit ihren politischen Definitionen einer Leihmutterschaft aus dieser Angelegenheit der Erzeugung eines Kindes für Leute, die selber aus welchen Gründen auch immer kein Kind erzeugen können, überhaupt erst macht, ob die so aus einer Leihmutterschaft kreierte Familie diesen politischen Verpflichtungen nicht im Wege stehen könnte. Ausgerechnet diesem von der Politik als einzig auch an soziale Beziehungen angelegtem Maßstab, Geld über alles anzuvertrauen und dann junge Menschen in diese Geldgesellschaft mit all ihren Zumutungen zu integrieren, in dieser ihrer Politik und in ihrem Staat trotzdem ihre Lebensperspektiven zu sehen, da sind sich Politiker nicht sicher, ob sich da ihre beiden Definitionen sozialer Missionen, das Gebären von Nachwuchs und die Erziehungsmission aus diesem Nachwuchs gute Staatsbürger zu machen, nicht in die Quere kommen könnten. Vor allem – das wissen Politiker ja sehr wohl – wenn diese Kinder hautnah zuhause mitkriegen, was das für normale Leute so alles bedeutet, ein Leben aus Arbeit für den Reichtum anderer, und dann aus Liebe zu ihren Kindern ihnen das trotzdem als erstrebenswerte Lebensperspektive zu verklickern, ein Leben aus Arbeit ist prima für dich. Da sind sich Politiker nicht so richtig sicher ob das wirklich gut geht, wenn die Kinder und damit die Elternschaft irgendwie doch quasi gekauft sind und dann denen die „Keimzelle des Staates“ anvertrauen, da sind sie sich nicht so sicher und verbieten Leihmutterschaft.
7. Was Politiker so aktuell bekümmert
Zu guter Letzt: Und was bedeutet dann die Erklärung für den Rücktritt eines Politikers in Regierungsfunktion, dass mit dem – auch hier wieder, was sonst – mittels Geld ausgetricksten Verbot der Leihmutterschaft in Deutschland und dem Kauf eines leihgemuttergeschaffenen Kindes in den USA Zweifel an der Glaubwürdigkeit eines Politikers entstehen? Da darf man sich ganz sicher auf einige weitere Zumutungen bei weiteren Reformen in Sachen Kriegs- und internationaler Wirtschaftstüchtigkeit gefasst machen, an denen auf Seiten der Bürger auf keinen Fall irgendwelche Zweifel aufkommen dürfen. So etwa wie dem neuesten Reformpaket, mit dem die Bürger in der Abteilung Gesundheitsreform dazu genötigt werden, ihre psychologische Zimperlichkeit durch ihre Kriegs- und Wirtschaftskriegstüchtigkeit zu ersetzen.